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Kinder von suchtkranken Eltern

Allein in Baden-Württemberg wachsen 250.000-300.000 Kinder in einer von Sucht belasteten Familie auf. Das heißt jedes siebte Kind unter 15 Jahren ist von Sucht innerhalb der Familie betroffen.

In einer Familie mit einem oder vielleicht sogar zwei suchtmittelabhängigen Elternteilen aufzuwachsen, bedeutet, oft von frühester Kindheit an, eine altersunangemessene Verantwortung zu übernehmen.


Dies heisst gegebenenfalls die Rolle des/der Ersatzpartners/-partnerin auszufüllen und nicht selten mit durch das Suchtmittel bedingten extremen Stimmungsschwankungen der Eltern(-teile), sowie mit Versprechen, die nie eingehalten werden können, konfrontiert zu sein.

Oft gilt es über viele Jahre ein Familiengeheimnis zu wahren, das mit einem strengen Tabu belegt ist. Dies führt einerseits dazu, dass es den Kindern im Jugendalter häufig nicht gelingt, sich von ihren Eltern zu lösen. Andererseits geraten viele zunehmend in eine soziale Isolation, da es ihnen durch das Schweigegebot oft nicht möglich ist, sich anderen Personen gegenüber zu öffnen und sich über die häufig belastete Familiensituation mitzuteilen.


Zahlreiche Studien belegen mittlerweile, dass Kinder suchtkranker Eltern zu einer Hochrisikogruppe gehören, eigene Suchtstrukturen zu entwickeln.