Fortbildungen/Projektaufbau /Supervision
Immer wieder werden wir von verschiedenen Fachstellen auf Informationsveranstaltungen
bzw. Fortbildungen zum Thema Kinder von Suchtkranken angesprochen.
Im folgenden eine Darstellung von möglichen Angeboten unsererseits:
1. "Elternsüchte - Kindernöte" - Kinder von Suchtkranken
Kinder von Suchtkranken leben oft in einer Atmosphäre von Unsicherheit,
Instabilität und Angst. Sie wachsen ohne konstanten und festen Orientierungsrahmen
auf. Oft kommen Erfahrungen von massiver Aggression, Verwahrlosung, sexuellem
Mißbrauch bis hin zu physischer Lebensbedrohung hinzu.
Teilweise müssen die Kinder extreme körperliche Zustände
der Eltern (Rausch, Halluzinationen, Entzüge) mitansehen und erleben
und leiden unter den durch die Suchterkrankung massiven Belastungen in
der Familie, wie z.B. Suizidversuche und häufig finanziellen Problemen.
Innerhalb dieser Fortbildung werden wir uns mit der Situation und Erlebniswelt
von Kindern in Suchtfamilien beschäftigen. Ebenfalls wird die Rollenübernahme
und deren mögliche Auswirkung unser Thema sein, wie auch dysfunktionale
Familienstrukturen und daraus resultiernde Aufgaben für die einzelnen
Mitglieder der Familie.
Zielgruppe:
Mit diesem Seminarangebot sprechen wir MitarbeiterInnen aus Suchtberatungsstellen
bzw. Therapieeinrichtungen an, die sich mit diesem Thema befassen und
künftig verstärkt beschäftigen möchten. Zudem ist
das Seminarangebot konzipiert für MitarbeiterInnen in Einrichtungen
wie z.B.: Kindergärten, Schulen, Horten, Erziehungs- und Lebensberatungsstellen
etc., die mit dem Problemkreis der Kinder von Suchtkranken in ihrer täglichen
Arbeit konfrontiert werden.
Außerdem ist das Angebot für MitarbeiterInnen aus benachbarten
Bereichen wie z.B. Jugendämter, Familiengerichte und Gesundheitsämter
gedacht.
Dauer:
Je nach Ausführlichkeit und Inhalt zwischen einer Stunde (ein Referat)
und einer Woche.
Ort und Kosten: Nach Absprache
2. "Was ist bloß mit Karin los?"
- Suchterkrankung als Familienerkrankung
... Karin hat Schwierigkeiten, dem Unterricht zu folgen... ihre Gedanken
schweifen ab, Bilder vom Wochenende tauchen auf.
Ihr Vater war wieder betrunken, als sie nach Hause kam, und es gab wieder
diesen Streit und wieder wollten ihre Eltern von ihr wissen, wer denn
nun der oder die Gemeinere, Bösere usw. wäre.
Und wieder wäre Karin am liebsten abgehauen, zu Oma und Opa oder
zu Nachbarn... aber die sollen es ja alle nicht wissen, daß Papa
trinkt und daß sie sich streiten...
So zieht sie sich seit Monaten mehr und mehr zurück. Das Lernen fällt
ihr immer schwerer und ihre Schulleistungen lassen merklich nach...
Thema der Fortbildung "Was ist bloß mit Karin los?" ist
die Auseinandersetzung mit der Lebensrealität von Kindern suchtkranker
Eltern.
Zur Bearbeitung der Thematik werden im wesentlichen zwei Bereiche in den
Veranstaltungen angegangen:
- Situation der Kinder suchtkranker Eltern
- Ansätze für eine (unter-) stützende und hilfreiche Arbeit
mit diesen Kindern
Inhaltliche Schwerpunkte für den ersten Bereich könnten sein:
Familien- und Beziehungsstrukturen, mögliche Rollenübernahme
und Regeln innerhalb der Familien und Auswirkungen dieser auf die Erlebniswelt
der Kinder. Zur Näherung an die Thematik wird ein Referat und ein
Film eingesetzt.
Schwerpunkt im zweiten Themenbereich ist die Vorstellung der Arbeit von
MAKS (Modellprojekt Arbeit mit Kindern von Suchtkranken).
Ziel der Fortbildung sind:
- Die Sensibilisierung für die Thematik innerhalb des eigenen Arbeitsgebietes.
- Die Vermittlung konkreter Ansätze zu Hilfestellungen für Kinder
von Suchtkranken (Vorstellung von MAKS) im Sinne von möglicher Gruppenarbeit.
Was und wieviel möglich ist, hängt von der Dauer der Veranstaltung
ab.
Zielgruppe, Dauer, Ort und Kosten siehe Angebot 1
3. "Von der Idee zur Tat" - Projektaufbau
Gerne überlegen wir mit Ihnen einen möglichen Projektaufbau
bei Ihnen vor Ort.
Inhalte könnten sein:
· Konzeption
· Formen und Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit
· Ideen zur Finanzierung
· Arbeit mit Ehrenamtlichen
· Gruppenarbeit
· Elternarbeit
· methodisches Arbeiten
Zielgruppe: Mit diesem Angebot sprechen wir Mitarbeiter/innen unterschiedlicher
Institutionen, die sich bereits in der Planungsphase eines Projektes befinden,
an.
Dauer: mindestens ein Tag
Ort und Kosten: nach Absprache
4. "Die ist betrunken ... und hat den Autoschlüssel in der
Hand..." -Supervisionsangebot für professionelle Kontaktpersonen
von Kindern aus Suchtfamilien
.....ich hab' da ein Problem... soll ich den Elternteil wirklich ansprechen...
ist dann der Kontakt nicht völlig weg...wie kann ich so ein Thema
angehen...ist es nicht doch nur eine Vermutung? ....... Kann/soll/darf
ich das Kind auf seine häusliche Situation ansprechen.....
Diese und ähnliche Gedanken, Fragestellungen bzw. Probleme können
in einer Supervision speziell zu diesem Thema (und natürlich auch
darüber hinaus) bearbeitet werden.
Möglich ist eine Einzelsupervision oder auch eine Teamsupervision.
Ein Zusammenschluß von mehreren Einzelpersonen zu einer Gruppe wäre
ebenfalls denkbar.
Zielgruppe:
Mit dem Thema "Sucht" oder/und "Kind in einer Suchtfamilie"
beschäftigte MitarbeiterInnen unterschiedlicher Institutionen.
MitarbeiterInnen die bereits "per Auftrag" mit Kindern aus Suchtfamilien
arbeiten.
Dauer:
Je nach Absprache und Klärungswunsch einmaliges oder begrenzt kontinuierliches
Angebot.
Ort und Kosten: Inhalt und Form der Supervision/Beratung , Anzahl der
Sitzungen, Ort und Honorar werden in einem kostenfreien Vorgespräch
geklärt.
5. "Unter Umständen süchtig" -
Suchtmittelkonsum in der Schwangerschaft
In Deutschland leben zur Zeit ca. 30.000 von illegalen Drogen abhängige
Frauen im gebährfähigen Alter und zwischen 20.000 und 30.000
Kinder von Heroinkonsumentinnen. Darüber hinaus weisen Beobachtungen
in ambulanten Beratungsstellen der Suchtkrankenhilfe darauf hin, dass
der Anteil der Frauen mit Drogenproblemen, die schwanger sind oder kleine
Kinder haben, wächst.
Sinnvoll ist es, häufig sowohl im Interesse der Frauen, als auch
in dem der Kinder, möglichst frühzeitig, also schon während
der Schwangerschaft , anzusetzen.
In der Fortbildung werden sowohl medizinische Aspekte als auch die Situation
der Frauen und mögliche Hinweise und Ansätze im Hinblick auf
Angebote für diese Personengruppe dargestellt. Den TeilnehmerInnen
wird anhand von (praktischen) Übungen die Möglichkeit zur Selbstreflexion
und Standortbestimmung als professionelle/r Helfer/in in diesem Bereich
gegeben.
Zielgruppe:
Mit diesem Fortbildungsangebot sprechen wir MitarbeiterInnen aus Suchtberatungsstellen
bzw. Therapieeinrichtungen an, die mit dieser Thematik befaßt sind.
Zudem ist es ein Angebot für Mitarbeiterinnen aus dem Bereich Geburtshilfe
und Schwangerschaftskonfliktberatung.
Dauer: Je nach Ausführlichkeit und Inhalt zwischen 90 Minuten und
einem Tag.
Ort und Kosten: nach Absprache
"Zu guter Letzt...."
Sollten Sie ein spezielles, hier nicht aufgeführtes Anliegen oder
Interesse haben, treten Sie bitte mit uns in Kontakt.
Gerne versuchen wir Ihre Fragen zu beantworten und ein individuelles Angebot
für Sie zu erstellen.
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