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Elternarbeit:

Grundhaltung in der Elternarbeit bei MAKS:

Es ist uns ein Anliegen, den Eltern positiv zu begegnen. Unseres Erachtens ist es ein beachtlicher Schritt, den häufig schmerzhaften Blick auf die Kinder zu richten und sich damit auseinanderzusetzen, welche Auswirkungen die Suchterkrankung auf die Kinder hatte bzw. immer noch hat.

In unserer Elternarbeit geht es uns um Bewußtmachen und keinesfalls um Schuldzuweisungen oder gar Verurteilung. Es ist vielmehr ein Ziel, die Situation offen und realistisch zu betrachten.
Damit die Beziehung zwischen Eltern und Kindern sich wieder entspannter gestalten kann, unterstützen wir die Eltern dahingehend, ihre Ängste und Schuldgefühle als solche zu erkennen und abzubauen. Schuldgefühle sind unserer Erfahrung nach keine gute Basis für die Beziehung zwischen Eltern und Kindern. Bleiben sie auf Dauer bestehen, ist die Gefahr gegeben, dass das Verhalten der Eltern lediglich vom Wunsch nach "Wiedergutmachung" geprägt ist und dadurch letztendlich genauso wenig Offenheit und Ehrlichkeit möglich wäre wie zuvor.


Verschiedene Möglichkeiten der Elternarbeit

· Das Erstgespräch
Im Regelfall wird vonseiten der Eltern Kontakt zu MAKS aufgenommen (bei älteren Kindern gibt es Ausnahmen). Im Rahmen der Erstgespräches wird zu Beginn einerseits die individuelle Situation geklärt und andererseits das entsprechende Angebot von MAKS präsentiert. Ergibt sich daraus ein Interesse an einer Gruppenteilnahme, wird eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit getroffen.

Inhalt dieser Vereinbarung sind folgende Punkte:

- Bereitschaft der Eltern ihren Kindern grundsätzlich "grünes Licht" zum Sprechen über   das Thema Sucht in der Familie und die daraus resultierenden Themen und Probleme   zu geben
- Bereitschaft der Eltern zur Mitarbeit (regelmäßige Elterngespräche)
- Die Gewährleistung der regelmäßigen Teilnahme des Kindes an der wöchentlich   stattfindenden Gruppenstunde
- Schweigepflichtsvereinbarung

· Kontinuierliche Elterngespräche
Die Zusammenarbeit von Eltern und Mitarbeiter/innen findet in Form von Einzelgesprächen statt. Diese Kontakte finden im 4-8 wöchigen Rhythmus statt.

Inhaltlich kann bei den Elterngesprächen Hilfestellung bei Kindergarten- oder Schulwahl ebenso gefragt sein, wie bei Ernährungsproblemen oder organisatorischen Dingen, wie der Umgang mit Ämtern o.ä..
Darüber hinaus wird die momentane Situation zu Hause besprochen, mit ihren zentralen Themen und Ereignissen , um den Reaktionen und Verhaltensweisen der Kinder in der Gruppe entsprechend begegnen zu können.

Grundsätzlich gilt es in diesen Gesprächen, den praktizierten Erziehungsstil zu reflektieren und die Erziehungskompetenz der Eltern zu fördern.

· Krisengespräche
In Krisenzeiten können Familien sehr engmaschige Beratung und Begleitung erhalten

· Eltern- Kind- Gespräche zur Förderung der Kommunikation in der Familie

·Müttergruppe: wöchentlich stattfindendes Angebot für Eltern. Austausch und Anstöße in Erziehungsfragen für Eltern in ähnlicher Lebenssituation stehen hierbei im Vordergrund. 

· Gespräche am "Runden Tisch" mit Eltern (ggf. Kindern) und weiteren professionellen Helfern/innen, die mit der Familie oder einzelnen Mitgliedern arbeiten. Zur Steigerung der Betreuungsqualität bei gleichzeitiger Vermeidung einer Überbetreuung.

· Sommerfeste, die wir gemeinsam mit Eltern und Kindern feiern